CCCapMig

Climate change adaptation and protection from natural hazards: capacity building for people with migration background in Austria


Untersuchung der Risikowahrnehmung und des Wissens von Menschen mit Migrationshintergrund über den Klimawandel und Naturgefahren in Österreich

Inhalt: Das vorliegende ACRP-Projekt (gefördert durch den Klima- und Energiefonds) untersucht die Risikowahrnehmung und das Wissen von Menschen mit Migrationshintergrund über den Klimawandel und Naturgefahren in Österreich. Ziel ist es, die Forschungslücke zu diesem Thema zu schließen, sowie zielgruppen-orientierte Maßnahmen und Empfehlungen zur Reduktion der Vulnerabilität von MigrantInnengruppen zu entwickeln. Die Fähigkeiten und Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel und zur Naturkatastrophen- und Risikoreduktion sollen gestärkt werden. Der Fokus des Projektes liegt auf wasserbezogenen Naturgefahren (u.a. Hochwasser, Murenabgänge, intensive Regenfälle), welche sich sehr wahrscheinlich in Folge des Klimawandels entweder in Form ihrer Häufigkeit, Intensität oder im saisonalen Verlauf aufgrund von veränderten Niederschlagsmustern, verändern.
CCCapMig ist konzipiert als Querschnittsanalyse verschiedener Fallstudien in Österreich (Steyr Kirchdorf, Oberösterreich und Triestingtal, Niederösterreich). Alle Methoden verwenden einen gendersensiblen Zugang bei der Sammlung und Analyse der Daten. Die Verwendung von unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Methoden spiegelt den interdisziplinären Zugang des Projektes wieder. Die Methoden zur Datensammlung umfassen Interviews mit MigrantInnengruppen in den Fallstudiengemeinden (teilstrukturierte Interviews, Kurzfragebögen, detaillierte Interviews mit 4-6 Familien je Untersuchungsgebiet, Fokusgruppen mit EinwohnerInnen mit und ohne Migrationshintergund) und ExpertInneninterviews mit lokalen und regionalen Stakeholdern. Da räumliche und soziale Aspekte im Kontext des Klimawandels und von Naturgefahren eine bedeutende Rolle spielen, werden strukturelle Faktoren, demographische Daten, Strategien zur Risikokommunikation, Raumplanungsinstrumente und -prozesse sowie die aktuelle (Natur-)räumliche Situation (einschließlich Naturgefahren und Gefahrenzonen, geografische Gegebenheiten, Gebäude- und Siedlungsstrukturen) analysiert.
Wesentliche (geplante) Erkenntnisse aus dem Projekt:
- Wissen über soziale Aspekte von Klimawandelanpassungsmaßnahmen, Naturgefahrenprävention und zur Risikowahrnehmung und Eigenvorsorge bei MigrantInnengruppen.
- Zielgruppen-spezifische Leitfäden für die Entwicklung inklusiver Beteiligungsprozesse und zur Risikokommunikation.
- Identifikation von Maßnahmen und Prozessen, die durch die Integration von Wissen zur Risikowahrnehmung sowie soziale Aspekte der Vulnerabilität und Kapazität von MigrantInnenguppen ergänzt und/oder verbessert werden können.
Durchführende Institutionen: University of Natural Resources and Life Sciences, Institute of Landscape Planning
Partner: Klima- und Energiefonds, 8th Call Austrian Climate Research Programme – ACRP 2016
Weitere Infos: https://www.klimafonds.gv.at/assets/Uploads/Projektberichte/2015/ACRP-2015/20160420CCCapAC...
Zeithorizont: März 2016 – Dezember 2018
Sektoren: Schutz vor Naturgefahren
Administrative Einheiten: Europa, Österreich
Naturräumliche Zuordnungen:
Forschung / prakt. Maßnahme: Forschung zu Klimawandelfolgen
Letzte inhaltliche Aktualisierung: 12. Oktober 2016